Barockes im flackernden Licht - Nachtkonzert der Auferstehungskirche begeistert Publikum Im flackernden Kerzenlicht musizierten ein vierköpfiges Streicherensemble und zwei Sängerinnen unter der Leitung von Martin Hertel. Das "Stabat mater" des Italieners Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) stand auf dem Programm, und mit Sopranistin Sabine Czeran und Altistin Ruth Zetzsche standen zwei dafür bestens geeignete Stimmen zur Verfügung. Die Klarheit der einzelnen Stücke mit Texten des Franziskanermönches Jakopone da Todi (1228-1306) kamen in ihrer Interpretation hervorragend zur Geltung. Sowohl Czeran als auch Zetzsche hielten stets die Balance zwischen gefühlvollem Ausdruck und technischer Präzision, wie sie bei barocken Werken von Nöten ist. Schon beim ersten Duetteinsatz im "Stabat mater dolorosa" bewiesen die Kolleginnen die Fähigkeit einander zuzuhören. Subtil gestalteten sie die aufsteigenden Sekundreibungen, ohne dass das plötzliche Hervordrängen einer Stimme die Spannung minderte. Der begeisterte Applaus nach rund 50 Minuten bewegender Musik war gerechtfertigt, führte jedoch leider nicht zu einer Zugabe.